Vorwort

Jedes Jahr, in der Vorweihnachtszeit, habe ich mich - wie so viele andere auch - der Mühe unterzogen, Weihnachtsgrüße an Verwandte, Freunde und Bekannte zu versenden. Dazu werden normalerweise vorgedruckte Karten verwendet, auf die dann ein mehr oder weniger nichtssagender kurzer Text geschrieben wird. Ich habe das nie gern getan. Immerhin sollte es für die Empfänger ein Beweis sein, daß man an sie gedacht hat.

1981, also vor 25 Jahren, fragte ich mich dann, ob es nicht viel besser wäre, den vie­len Empfängern der Weihnachtspost etwas ausführlicher die Gedanken mitzuteilen, die mich bewegen. Das konnte dann natürlich nicht handschriftlich geschehen.

Ich hatte zunächst keine klare Vorstellung, wie ich das machen sollte. Ich war aber überzeugt, daß der berühmte Brief des Indianerhäuptlings Seattle, den er Mitte des 19. Jahr­hunderts an den damaligen Präsidenten Franklin Pierce richtete, ein Text sei, der es verdien­te, möglichst weit verbreitet zu werden. An den Schluß schrieb ich damals: "Daß möglichst viele Menschen die Wahrheit dieser Worte des Indianerhäuptlings Seattle bald begreifen und ihr Denken und Handeln danach einrichten mögen, sind meine Wünsche für ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr 1982." - (Ich weiß nicht mehr, wie groß damals der Kreis der Empfänger war.)

Ab dem nächsten Jahr habe ich dann eigene Texte verfaßt, wobei ich die Gedanken aus dem jeweiligen Zeitgeschehen bezog. Ich habe mich immer wieder bemüht, auch den jahreszeitlichen Anlaß, also das Weihnachtsfest, zu berücksichtigen. Aber die Gedanken erforderten immer wieder einen größeren Rahmen.

Die Briefe wurden in einer wechselnden Auflage von ca. 200 - 300 verteilt. (Die an Verwandte und engere Freunde erhielten immer noch einige persönliche Zeilen.) Sie geben einen guten Einblick in die Welt meiner Gedanken und Gefühle. - Einiges wiederholt sich in abgewandelter Form. Doch das ist wohl gut so, weil dadurch der Schwerpunkt meines Enga­gements sehr deutlich wird. - Das Interesse war groß. Häufig wurde ich vor Weihnachten gefragt, ob es denn auch diesmal wieder einen Brief gebe.

Alle Briefe enthalten am Schluß noch gute Wünsche für das Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr. Die habe ich hier weggelassen, wenn sie nicht eine wesentliche Ergänzung des Haupttextes darstellen.

Die Zusammenstellung zeigt deutlicher als die einzelnen Texte mein Denken und Fühlen. Es gibt darin aber nichts, wozu ich nicht stehen kann.


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