GESUCHT: Ein zukunftsfähiges Wirtschaftssystem!
Ein Überblick (Kurzfassung des gleichnamigen Artikels)



Bei unserer Suche geht es nicht darum, was vielleicht morgen sein könnte, sondern um das, was unsere Kinder, Enkel oder die späteren Generationen betrifft.

Unter dem kapitalistischen Wirtschaftssystem werden Einzelne oder Gruppen immer reicher, während am anderen Ende bittere Armut herrscht und Millionen von Menschen verhungern. Dabei wird die Umwelt (oft unwiederherstellbar) geschädigt, Tiere und Pflanzenarten ausgerottet, Naturkatastrophen begünstigt oder sogar eingeleitet - Der Klimawandel macht sich weltweit bemerkbar, Energie- und Rohstoffquellen gehen zunehmend schneller ihrem Ende entgegen. Die Arbeitslosigkeit zerstört Hoffnung, Selbstwertgefühl und Lebensmut von vielen Millionen in aller Welt. Dabei nimmt trotz Not und Elend die Bevölkerungszahl weltweit beträchtlich zu.

Als Voraussetzung für eine Besserung der Wirtschaftslage wird Wachstum immer wieder genannt. Doch unsere Erde wächst nicht mit! Deshalb können uns weiteres materielles Wachstum nicht mehr leisten. Je später wir das einsehen und dann gegensteuern, desto schwieriger wird die Situation für die Folgegenerationen werden. Können wir das verantworten?

Es stellt sich die Frage: Ist unser Wirtschaftssystem zukunftsfähig? - Wie können wir das feststellen? - Es reichen zwei Aussagen: 1. Ein System, bei dem materielles Wachstum Voraussetzung ist, kann wegen der zunehmenden Belastung der Erde und wegen der Tatsache, daß die Erde nicht unendlich groß ist, nicht zukunftsfähig sein. 2. Unser kapitalistisches marktwirtschaftliches System erfordert materielles Wachstum.

Daraus folgt unzweifelhaft:

Unser derzeitiges Wirtschaftssystem kann nicht zukunftsfähig sein. Es ist nach einem anderen System zu suchen.

Natürlich können wir so weiterwirtschaften wie bisher, müssen uns aber dann im klaren sein, daß wir damit keine existentiellen Probleme lösen, sondern sie nur noch verschärfen. Was werden spätere Generationen über unsere Zeit sagen, wenn wir so handeln? - Es kann nicht mehr darum gehen, was wir uns aus ideellen Gründen wünschen, sondern, was machbar und verantwortbar ist.

Wir können von der 'Firma Natur' lernen. - Unser Körper besitzt verschiedene Organe, die unterschiedlich funktionieren. Da gibt es die vielen, die dafür sorgen, daß der Körper am Leben bleibt, ihn also mit dem Lebensnotwendigen versorgen. Ich nenne nur die Atmung, den Blutkreislauf, die Verdauung, die Infektionsabwehr usw. - Alle diese Organe werden in ihrer Vernetzung - ohne unser Zutun - optimal gesteuert. Wenn wir bewußt eingreifen, können wir Schaden anrichten. Ich möchte diese Organe als die der Versorgung bezeichnen.

Demgegenüber gibt es aber auch noch andere, die wir bewußt steuern können: Die Muskeln, die der Bewegung dienen, die Augen, die Ohren, den Tastsinn usw. Wir können damit - innerhalb bestimmter Grenzen - unsere Persönlichkeit entfalten. - Grenzen gibt es, wenn wir z.B. versuchen, mit dem Tempo eines 100m-Läufers eine größere Strecke zu bewältigen. Die 'Versorgung' läuft also in unserem Körper gesteuert, während wir für die 'Entfaltung' ein Höchstmaß an Freiheit genießen können. Auch im Leben der Menschheit sollten wir die Versorgung und die Entfaltung unterscheiden. Dann müssen wir feststellen, daß wir - im Gegensatz zu unserem jetzigen System - für die Versorgung eine optimal gesteuerte Wirtschaft benötigen, damit wir genügend Freiheit im Bereich der Entfaltung bekommen können und damit aber auch das Gleichgewicht in der Natur erhalten. Ich sage: Soviel Lenkung wie nötig - soviel Freiheit wie möglich!

Die Wirtschaft muß dem Wohle der Menschheit dienen, nicht umgekehrt! Sie muß so organisiert werden, daß sie diese Aufgabe erfüllen kann. - Diese Vorstellung widerspricht natürlich vollständig dem Neoliberalismus, der mit Hilfe der Globalisierung der Wirtschaft weltweit angestrebt wird und diese an den Ausgangspunkt der Überlegungen stellt. Wenn wir nach den Zielvorgaben für eine nachhaltige Wirtschaft suchen, muß eine besonders herausgestellt werden: Das neue Wirtschaftssystem muß auch ohne Wachstum funktionieren! Wir müssen unsere Ansprüche zurücknehmen und beachten, daß wir nicht alles dürfen, was wir können!

Eine Aussicht zur Änderung besteht aber nur, wenn wir die Ansätze für den richtigen Weg schaffen. Weltweit sind es wohl schon sehr viel mehr Engagierte, als wir denken, die sich darum bemühen. Keiner und keine Gruppe kann es allein. Und doch ist jeder gefordert, sich einzusetzen. Wir brauchen möglichst viele Kenntnisse, aber auch die Liebe, die alles umfaßt. Das ist die Liebe zu allen Menschen, zur gesamten Lebewelt, zur Natur, zu unserem wunderschönen Planeten Erde, auf dem wir nur eine kurze Zeit zu Gast sein dürfen.


zum nächsten Weihnachtsbrief
Klicken Sie auf Home, wenn Sie links keine Navigation sehen: Zur Homepage: 
www.zukunft-frieden-schulze.de 
Zukunft und Frieden als Lebensaufgabe