Prof. Küng und die 'Stiftung Weltethos'

(14.03.06)


Am 19.06.97 erschien in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung in der Rubrik 'Zu Hause in Hannover' ein Beitrag über mich zur Vorstellung meines Buches 'Unternehmen DELPHIN gescheitert ....'. Er trug den Titel: 'Der Unbeirrbare'. Heute, am 14.03.06, lese ich in der Rubrik 'Zu Gast in Hannover' ebenfalls einen Beitrag mit dem Titel 'Der Unbeirrbare'. Er befaßt sich mit dem Theologieprofessor Hans Küng, der anläßlich der Computermesse CeBIT auf dem Messegelände vortrug. Hans Küng setzt sich mit seiner "Stiftung Weltethos" für globale Werte ein.

Natürlich waren es zunächst die gleichen Überschriften, die mich aufmerksam werden ließen. Doch die Parallelität liegt besonders im Inhalt unserer Gedanken. Allerdings sind die Ausgangspunkte völlig verschieden. Gerade das spricht für die Inhalte. Prof. Küng ist katholischer Theologe und Papstkritiker, dem von der Kirche die Lehrerlaubnis entzogen wurde. Ich bin vom erlernten Beruf Naturwissenschaftler und schon seit Anfang 1945 aus der Kirche ausgetreten.

Küngs Vortrag trug den Titel: "Der Mensch lebt nicht von digitaler Technik allein." - Küng wird u.a. mit den Worten "Wir brauchen keinen Kampf der Kulturen, wir brauchen Dialog." zitiert und dann weiter: "Menschen unterschiedlicher Herkunft brauchen einen gemeinsamen Grundbestand an Werten." - "Seine 'Stiftung Weltethos' will deutlich machen, daß alle großen Religionen ähnliche Prinzipien verkünden - Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Gewaltlosigkeit. Das könnte einmal ein Überlebensthema der Menschheit werden." - so die HAZ.

Ich habe von Küngs Bestrebungen auch schon früher gehört. Jetzt wurde ich wieder darauf aufmerksam gemacht. - In den Anfangsjahren meines Engagements für den Frieden habe ich ähnliche Gedanken in Vorträgen naturwissenschaftlich ausgedrückt:

Die Naturwissenschaft kennt Zahlenwerte, die - unabhängig vom Maßsystem - immer gleich bleiben. Man nennt sie deshalb 'Invarianten' (z.B. die Zahl 'Pi'=3,14...., das Verhältnis von Kreisumfang zu Kreisdurchmesser).

Ich habe nun seinerzeit argumentiert: "Wenn wir den Weltfrieden dauerhaft erhalten wollen, müssen wir nach den 'Invarianten des menschlichen Zusammenlebens' suchen, d.h. Werten, die - unabhängig von Rasse, Religion und Weltanschauung - von allen gutwilligen Menschen akzeptiert werden können." -

Mir scheint, es wird durch diese Parallelität deutlich, daß Menschen mit ganz unterschiedlichen Ausgangspositionen sich verständigen können, wenn sie z.B. Küngs Darlegungen folgen.


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