Eismeerschätze für zukünftige Generationen!
(31.05.08)



Die drohende Klimaerwärmung soll auch etwas Gutes haben. Das Eis am Nordpol schmilzt. Man rechnet damit, daß die große Meeresfläche um den Nordpol in absehbarer Zeit nicht mehr von einer geschlossenen Eisdecke barrikadiert sein dürfte. Pech für die Eisbären! - Aber gut für die energie- und rohstoffhungrige Welt!?

Die Anrainerstaaten bemühen sich schon heute mit aller Kraft, Belege dafür zu finden, daß ein möglichst großer Teil dieser Meeresfläche zu ihrem Hohheitsgebiet gehört und sie deshalb das Recht haben, die dort lagernden Vorräte an Erdöl und anderen wichtigen Rohstoffen auszubeuten. - Wir benutzen dieses Wort ganz selbstverständlich, ohne uns klarzumachen, daß es eigentlich in den Sprachschatz der Raubritter gehört. - Es ist abzusehen, daß es in nicht zu langer Zeit eine schwere weltpolitische Krise um die Frage geben dürfte, wer bei diesem Streit Recht oder Unrecht hat.

Man wird sich schnellstens um die Förderung dieser Bodenschätze bemühen. Und es wird sich bald wieder die Meinung verbreiten, daß Sparsamkeit gar nicht so wichtig sei; denn "wir haben es ja!"

Unsere Familienministerin, Frau von der Leyen, sagt uns, daß wir mehr Kinder haben sollten. Sie seien nicht nur ein Glück für die Familie, sondern auch nötig, um später einmal die Renten zu sichern.

"Wir tun alles für unsere Kinder!" - Aber in welchem Umfeld werden sie leben müssen, weil wir bereits heute alle Rohstoffe und Energiequellen 'ausgebeutet' haben? - Müssen wir nicht auch in diesem Zusammenhang alles für unsere Kinder tun?

Um die vemuteten Bodenschätze wird es harte Auseinandersetzungen geben! - Ich bin normalerweise nicht dafür, notwendige Lösungen in die Zukunft zu verschieben. Doch in diesem Falle lautet mein Vorschlag, daß die UN beschließen mögen, daß die Förderung von Energieträgern und anderen Rohstoffen in der Arktis verboten wird. - Ähnliche Schutzvereinbarungen für das Südpolfestland gibt es schon! - Es würde ein harter Streit heute vermieden und unseren Kindern und späteren Generationen die Möglichkeit gelassen, im Notfall und unter vernünftigeren Bedingungen - die die UN beschließen könnten - darauf zurückzugreifen.

Da nur wenige, allerdings auch mächtige Staaten, die Möglichkeit hätten, im nördlichen Eismeer zu 'wildern', sehe ich Chancen, daß ein solches Verbot durchgesetzt werden könnte. Aber schon die Diskussion darum könnte einen allgemeinen Bewußtseinswandel erzeugen. Die Menschheit muß sich klarmachen, daß ihr die Erde nicht gehört, daß jeder Einzelne glücklich sein sollte, daß er eine Zeitlang auf ihr zu Gast sein darf.


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