Trinken bis zur Bewußtlosigkeit! - Der Gesetzgeber ist gefordert.



Am 21.04.07 erschien in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" auf der ersten Seite des örtlichen Teils ein Artikel mit der Überschrift: "Diskothek lädt Jugendliche zu Trinkexzess ein - Minderjährige bekommt Einladung per Post" - Es sollte eine 'Binge-Drinking-Party' stattfinden. 'Binge Drinking' bedeutet Trinken bis zur Bewußtlosigkeit.

Die 'Binge-Drinking-Party' wird in dem Schreiben als "Partykracher aus USA und UK" beworben. In den Augen Jugendlicher muß es dann doch etwas Gutes sein. Aber ist etwas schon deshalb gut, weil es aus den USA kommt? - Es gibt Gegenbeispiele genug.

Alkohol ist eine Droge wie andere verbotene auch. In kleinen Mengen genossen, hat er durchaus seine Daseinsberechtigung. Das Übermaß ist das Problem. Wir müssen lernen, die Grenzen zu erkennen und einzuhalten. - Gerade das wird aber durch solche 'Saufangebote' wie "Binge Drinking" verhindert. Das betrifft allerdings nicht nur die Menschen, die noch nicht volljährig sind.

Wieviel Leid hat der übermäßige Alkoholgenuß schon über die Menschheit gebracht? Diese Zahlen werden meist verschwiegen. Die Zahl der Toten mag wohl weit über die durch den übrigen Drogenkonsum hinausgehen. Auch da ist - wie beim Rauchen - eine allgemeine Haltungsänderung erforderlich. Die Öffentliche Meinung muß mobilisiert werden, damit sich in der Politik etwas ändert.

Es ist eine Illusion, anzunehmen, daß lediglich eine 17-jährige 'versehentlich' einen solchen Brief bekommen und ihr Vater, ein Arzt, den Stein ins Rollen gebracht hat. Wieviele Jugendliche und deren Eltern sind nur nicht in der Lage oder zu wenig mutig, um ein solches Thema in die Öffentlichkeit zu bringen?

Die Politik ist gefordert! - Die 'Eigenverantwortung' von Unternehmern reicht nicht aus, derartige Probleme zu lösen. In solchen Bereichen hat fast immer das Gewinnstreben Priorität. Der mögliche Tod oder körperlicher bzw. seelischer Schaden Betroffener wird mit einem angeblichen Bedauern billigend in Kauf genommen.

Alle, die Verantwortungsgefühl besitzen und nicht nur an sich selbst denken, und vor allem auch die Medien, sollten genügend Druck auf die Politik ausüben, damit durch gesetzliche Regelung die Veranstaltung solcher Exzesse verhindert wird. Appelle an gewissenlose Geschäftsleute helfen nicht, das Problem zu lösen. Beim Rauchen sind Fortschritte zu verzeichnen, warum nicht beim Alkohol? - Vielleicht erreicht man bei der Politik mit einem Hinweis auf den volkswirtschaftlichen Schaden durch Alkoholexzesse mehr als mit einem Hinweis auf gesundheitliche Schäden und Todesfälle.

Es wird noch darüber gestritten, ob nach der derzeitigen Rechtslage die zuständigen Stellen solche Partys und die Werbung dafür verbieten können. Aber beim Rauchen in der Öffentlichkeit gab es eine ähnliche Situation. In Niedersachsen ist sogar wegen des öffentlichen Drucks der Ministerpräsident auf eine härtere Haltung umgeschwenkt. Wir sollten wieder solchen Druck erzeugen.


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