Deutsche Milliardäre steigen ab.

(Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 11./12.3.06)


Aus einer Liste, die das amerikanische Magazin 'Forbes' veröffentlichte, geht hervor, daß Bill Gates, der Gründer und Inhaber von Microsoft, der reichste Mann der Welt ist. Er besitzt 50 Milliarden $, etwa 42 Milliarden EURO. Der reichere der Aldi-Brüder, Karl Albrecht besitzt 'nur' 17 Milliarden EURO.

Wie kommt man zu einem solchen Vermögen? - In dem genannten Artikel steht, daß 450 ihren Reichtum 'selbst gemacht', also nicht geerbt haben. 'Selbst gemacht' heißt aber nicht 'verdient'. - Welchen Stundenlohn müßte z.B. Bill Gates gehabt haben, um seinen Reichtum zu 'verdienen'? - (Ich kann nur mit ganz groben Annahmen rechnen. Doch kommt es wohl kaum auf einen Faktor 10 an.) -

Ich gehe von folgenden Annahmen aus:
Gesamtarbeitszeit: 25 Jahre bei gleichbleibendem Lohn,
keine Verzinsung, aber auch keine Abzüge für die täglichen Lebenshaltungskosten,
sehr starker Einsatz, deshalb statt ca. 170 Stunden/Monat 300 Stunden/Monat,

Dann hätte Bill Gates 300x12x25 = 90.000 (9x104) Stunden gearbeitet. - Sein Vermögen beträgt aber 42 Milliarden (42x109) EURO. Das ergibt dann einen Stundenlohn von 42x109/9x104 = 4,667x105 EURO. Das wären also rund 467.000 EURO/Stunde. - Welche Arbeit ist so viel wert, daß man diesen Betrag 'verdienen' kann? - Bei den Albrechts ist es nicht ganz soviel. Es wird aber die gleiche Größenordnung erreicht.

Ist diese Darstellung bezeichnend für eine 'Neiddiskussion' oder ist etwas falsch am System? -

Aber Vorsicht! - Wir sollten uns von einer 'Umverteilung' nicht allzuviel versprechen. Würde das Vermögen von Karl Albrecht auf alle Bürger der Bundesrepublik gleichmäßig verteilt, so bekäme jeder etwa 200 EURO. Das wäre als 'Weihnachtsgeld' sicher beachtlich. Aber die Probleme unseres Wirtschaftssystems werden so noch nicht gelöst.


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