Besprechungen

"Delphins" Versuch zur Weltrettung
Zwickauer Lothar Schulze widmet sich der Friedensforschung
Buch über Lebensfragen der Menschheit
(Freie Presse - Zwickauer Zeitung vom 23.05.97) - KT

"Unternehmen Delphin gescheitert", so nennt Dr. Lothar Schulze sein Buch, mit dem er im Science-Fiction-Rahmen Mut machen will zu neuen Denkweisen. Es geht um die Zukunft der Menschheit.

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Das Buch besitzt einen "außerirdischen Rahmen": 1980 beschert der Vulkan Mount St. Helens dem Nordwesten der USA eine gewaltige Naturkatastrophe. 70 Todesopfer werden amtlich gemeldet. Doch niemand weiß, daß auch 250 Außerirdische mit umkamen. 125 Wissenschaftler mit ihren Ehefrauen waren in dieser einsamen Gegend gelandet. Ihr "Unternehmen Delphin" hatte zum Ziel, der Menschheit bei der Lösung ihrer existentiellen Fragen zu helfen, den Planeten Erde vor einer Zerstörung der Lebensgrundlagen zu bewahren. Von den Außerirdischen bleiben für längere Zeit nur Delphin und seine Frau "Kätzchen" am Leben. Delphin lebt dann 16 Jahre in der Bundesrepublik. Angesichts seines Todes vermacht er dem Erzähler, einem Günther Frisch, sein Vermächtnis in Form von Tagebüchern, Tonbandkassetten und Zeitungsausschnitten. Delphin selbst zerfällt an unbekanntem Ort zu Staub.

Indem ein Günther Frisch dann dieses Vermächtnis Delphins aufarbeitet, werden dem Leser die Lebenserkenntnisse des Autoren Lothar Schulze offenbart. Die Sichtweise aus der Perspektive eines Außerirdischen erlaubt dabei, eingefahrene "irdische" Gleise zu verlassen.

Die Menschheit rast einer Katastrophe entgegen wie die Titanic 1912 dem Eisberg. 1500 Tote damals. Doch was sind diese Opfer im Vergleich zum heutigen Tribut an die Technik! Parallelen werden gezogen zwischen der Titanic-Katastrophe und der "Wachstumskatastrophe". Fazit: Die Erde ist genauso wenig von einem Untergang gefeit wie die als unsinkbar gepriesene Titanic. ...........................................

Das Buch bietet massive Denkanstöße. Durch seine Form - Tagebuchnotizen, Dialoge, ja sogar eingeblockte "Märchen" - stellt es einige Anforderungen an den Leser. Doch Schulze argumentiert überzeugend. Sein Buch allein wird zwar die Menschheit nicht retten, aber vielleicht einige Hunderte hellhöriger machen.


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